Der doofe Borstenkochbär (<= Insider
) hat mal wieder zugeschlagen.
Heute mal Sauerbraten "Fränkischer" Art , nicht weil das Rezept aus Franken kommt sondern weil Fraenker es gekocht hat.
Für heute haben sich meine Mittagsgäste Sauerbraten gewünscht. Gott sei dank rechtzeitig da Sauerbraten zwar nicht viel Arbeit ist aber doch etwas Vorbereitungszeit braucht Er muss ja 48 Stunden eingelegt werden. Sauerbraten und Rotkraut sind weitestgehend selbst gekocht. Bei den "sächsichen Wickelklösen" gebe ich zu die habe ich aus der TK genommen *rotwerd*
Das Rezept ist jetzt auf ein Bratenstück von ca 1,5 kg ausgelegt. also für 4-6 Personen
Zutaten für den Sauerbraten:
- falsches Rinderfilet (wenn es im angebot ist für ca 6,- €/kg zu haben)
- 2 Bund Suppengrün
- 400 ml einfacher Sprit- oder Weinessig
- 4 große Zwiebeln
- 2 Knoblauch Zehen
- bissel Mehl oder Soßenbinder zum Soße eindicken
- Sauerbratengewürz (z.B. von Ostmann)
- Rinderbrühpulver oder Fond (wer es sich leisten kann)
- Salz, Pfeffer, Rosenpaprika
- Öl
Zutaten für das Rotkraut:
- 1 Kopf Rotkraut (das wundert jetzt hoffentlich niemanden
)
- 1 großen Apfel
- 1 Loorbeerblatt
- 1 Zwiebel
- 70-100gr Speck
- 2 Eßl. Öl
- Essig, Salz, Pfeffer, Zucker, Rosenpaprika
Vorbereitung des Bratens:
Zunächste muss der Braten für 48 Stunden gebeizt werden in einer Essig/Gewürzmischung. Vielleicht gleich vorne weg. Dieses Sauerbratengewürz ist kein Maggi Fix Zeug sondern wirklich nur eine Gewürzmischung aus Koriander, Pfeffer, Piment, Wacholder, Ingwer, Senfkörnern und so weiter und so weiter. Wer mag und das alles zu Hause hat kann sich die Gewürze nat. auch selbst zusammenstellen. Ansonsten gibt es diese Gewürzmischung fertig in 12,5 gr Tüten im Gewürzregal des Supermarktes.
Jetzt ein Bund Suppengrün und zwei Zwiebeln klein schneiden. Zusammen mit 1,5 ltr Wasser, der Tüte Sauerbratengewürz und dem Essig aufkochen und ca 10 minuten bei kleiner Hitze ziehen lassen. Jetzt die Beize wieder abkühlen lassen. Wenn die Beize kalt ist, das Fleisch hineinlegen und abgedeckt 48 Stunden in den Kühlschrank stellen – ab und zu mal wenden nicht vergessen. Das Fleisch NICHT in die heiße Beize legen, da es sich sonst “verschliest” und die Beize nicht mehr aufnimmt.
Zubereitung:
Fleisch salzen und pfeffern, Öl in einer Pfanne erhitzen und sobald das Öl heiß ist, den Braten von allen Seiten anbraten. Das zweite Bund Suppengrün und die beiden anderen Zwiebeln klein Schneiden und zusammen mit dem Knoblauch in die Pfanne geben. Jetzt auch das Gemüße so lange anbraten bis es ein wenig anfängt braun zu werden.
Wenn es dann braun wird ca 1 bis 1,5 Liter Wasser in das etwas Rinderbrühe, Pfeffer, Salz und Paprika eingequirlt ist (oder eben Fond nehmen) dazu geben und aufkochen lassen. Das ganze ca 2 Stunden langsam schmoren lassen bis das Fleisch schön weich ist.
Suppengrün raus, die Soße noch andicken und fertig.
Noch zwei kleine Tipps am Rand.
- Wer es etwas saurer mag kann ein wenig des Suppengrüns aus der Beize mit dem Braten zusammen anbraten.
- Wer es mag – ich persönlich mag das sehr – der nimmt das Suppengrün am Schluß und püriert es bis es schön breiig ist. Diesen Brei dann in die Soße einrühren. Dass dickt die Soße auch an und schmeckt auch noch gut.
Rotkraut
Das Rotkraut (am besten mit der Küchenmaschine) klein hobeln.
Dann im Topf das Öl erhitzen und die klein geschnittenen Zwiebeln und den Fein gewürfelten Speck darin anbraten bis der Speck schön ausgelassen und die Zwiebeln glasig sind.
Dann das Rotkraut dazugeben, den in Spalten geschnittenen Apfel und das Lorbeerblatt dazugeben. Das ganze mit einem ordentlichen Schluck Essig vermengen (ich kann die Menge schlecht sagen aber ich denke ca 100 ml sind es die ich da dazugebe). Salzen, Pfeffern, Paprikaen (einen hauch) ca 2 Eßlöffel Zucker dazu und das ganze jetzt wieder bei niedriger Flamme köcheln lassen bis das Rotkraut weich ist dass dauert ca 45 minuten – aber dass ist ganz grob geschätzt.
Am Schluss natürlich noch mal abschmecken und fertig. Wirklich mit Essig nicht sparsam sein und auch der Zucker ist wichtig. Ehrlich gesagt mag ich das Rotkraut am liebsten wenn es über Nacht steht und am nächsten Tag noch mal aufgewärmt wird.